Indikatoren für die Qualität eines Songs (txt)

Entwicklung und Fragen zum Challenge Mod.

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Indikatoren für die Qualität eines Songs (txt)

Beitragvon brunzel » 23.04.2011, 11:32

Beim Aufräumen meiner Song-Sammlung ist mir aufgefallen, dass es gewisse (berechenbare) Kriterien für schlecht gemachte TXTs gibt.
Und weil ich wie immer nichts manuell machen möchte, habe ich das doch gleich ins Programm einfließen lassen.

Ich habe mir folgende Kriterien zunächst überlegt (jeweils 0..100%):
  • STX = Syntax: Die Syntax der txt muss schon mal zu 100% OK sein, jeder Fehler wird mit 0% bestraft.
  • BPM: Diese sollte nicht zu klein sein (<200), aber auch nicht unnötig groß (>1000)
  • NGP = Note Gaps: Die Noten dürfen nicht aneinanderkleben, denn beim Singen entstehen zwischen den Wörtern und manchmal auch zwischen den Silben Sprechpausen. Außerdem kann man die meisten Konsonanten eh schlecht singen.
  • NJP = Note Jumps: Wenn schon die Noten aneinanderkleben, dann darf man zumindest nicht mehr in der Tonhöhe springen. Denn das bekommt auch der beste Sänger nur selten gut hin.
  • SCO = Score: Die maximal erreichte Highscore fließt auch in die Bewertung mit ein. Bei Stufe leicht ist SCO = Score/100, bei mittel wird mit 1,2 und bei schwer mit 1,5 multipliziert und auf 100% begrenzt.
  • VAL = Gesamtqualität (0...100%) = (STX + BPM*3 + NGP*2 + NJP*2 + SCO*2)/10 Es findet eine Gewichtung statt!

Die Gewichtung kann man in der Config.ini einstellen.

Nachfolgend zwei Beispiele:
Relativ schlechtes Lied.png

Relativ gutes Lied.png



Hier ist die aktuelle Testversion, falls es jemand mal selbst testen möchte: USDX CMD r9.20 test 3 (nur exe) einfach in eine bestehende Installation der r9.20 kopieren. Man kann die Datei auch zuvor umbenennen.

Diese exe erstellt bei jedem Start im Hauptverzeichnis von Ultrastar eine Datei mit dem Namen "Quality.csv". Diese Datei kann man mit Excel öffnen. Darin sind alle Lieder mit den entsprechenden Qualitätsmerkmalen aufgelistet.

Im Spiel selbst kann man in der Songauswahl mit der Taste I die zusätzlichen Infos ein- oder ausblenden.

Ich würde mich über Feedback freuen :>
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Zuletzt geändert von brunzel am 27.04.2011, 16:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Indikatoren für die Qualität eines Songs (txt)

Beitragvon merc » 23.04.2011, 15:25

ok.. also alleine die Idee ist ja schon genial :)

hab das jetzt mal getestet und bin mal Teile meiner Songsammlung durchgegangen. Funktioniert wirklich sehr gut !!
Syntaxfehler hab ich schon mal keine und beim Gesamt VAL hab ich relativ wenige im Bereich von 30-50% (so ca. 5% meiner ~2800Songs), zwischen 50-80% sind es dann ca. 25% der Songs und die restlichen 70% haben Werte über 80%.
Ist also relativ ordentlich finde ich.
Ganz anders sieht es bei den noch nicht einsortierten neuen Liedern aus. Da sind echt einige dabei die 50% und weniger haben.

Das ganze macht es viel einfacher schlechte Songs aus zu sortieren. Bisher hab ich mir angewöhnt jeden neuen Song sowohl kurz im Editor anzuschauen und zu testen ob das Timing einigermaßen stimmt und auch kurz an zu singen. So kann ich in Zukunft einige Songs die unter 40-50% haben und mich sowieso nicht soo interessieren einfach gleich löschen. Das spart ne Menge Zeit.

Macht es vielleicht Sinn noch Goldene Noten in die Bewertung mit einfließen zu lassen? Es gibt zwar auch schlecht Songs zwischen 30% und 40% mit Goldenen Noten, aber wenn ein Song gar keine Goldenen Noten hat sollte das meiner Meinung nach auch Abzüge geben. Die Gewichtung muss ja nicht allzu hoch sein, aber 100% sollte er dann vielleicht nicht erreichen können.

Ansonsten fände ich es noch gut wenn die Anzeige On/Off gespeichert wird, also nicht nach jedem Song wieder manuell eingeschaltet werden muss.

Als Idee für die Zukunft vielleicht eine Art Ampelsystem oder Bewertung mit Sternen oder so welches vereinfacht vor schlechten Songs warnt.
Weitere Idee: Filter für die Partymodi. z.B. werden Songs Unter 50% oder 75% aussortiert. Ist gerade im Partymodus manchmal blöd wenn nen ganz schlecht umgesetzter Song kommt.

Das war glaub ich jetzt alles was mir erstmal dazu einfällt.
Danke für deine wie immer super Arbeit!
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Re: Indikatoren für die Qualität eines Songs (txt)

Beitragvon brunzel » 23.04.2011, 17:09

merc hat geschrieben:ok.. also alleine die Idee ist ja schon genial :)

hab das jetzt mal getestet und bin mal Teile meiner Songsammlung durchgegangen. Funktioniert wirklich sehr gut !!

Freut mich :>

merc hat geschrieben:Macht es vielleicht Sinn noch Goldene Noten in die Bewertung mit einfließen zu lassen? Es gibt zwar auch schlecht Songs zwischen 30% und 40% mit Goldenen Noten, aber wenn ein Song gar keine Goldenen Noten hat sollte das meiner Meinung nach auch Abzüge geben.

Das ist ein guter Vorschlag. Vielleicht wäre ein bestimmter Anteil goldener Noten als Kriterium nicht schlecht. Hierzu müsste man sich erst einigen, welcher Wert gut ist. Denn: Keine goldenen Noten ist eher langweilig aber zu viele davon wären auch nicht gut. Irgendwo muss ein akzeptabler Bereich sein.

merc hat geschrieben:Ansonsten fände ich es noch gut wenn die Anzeige On/Off gespeichert wird, also nicht nach jedem Song wieder manuell eingeschaltet werden muss.

Wird gemacht.

merc hat geschrieben:Als Idee für die Zukunft vielleicht eine Art Ampelsystem oder Bewertung mit Sternen oder so welches vereinfacht vor schlechten Songs warnt.
Weitere Idee: Filter für die Partymodi. z.B. werden Songs Unter 50% oder 75% aussortiert. Ist gerade im Partymodus manchmal blöd wenn nen ganz schlecht umgesetzter Song kommt.

Genau dort soll das später mal hingehen. Das aber erst, wenn die Bewertung an sich brauchbar ist.
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Re: Indikatoren für die Qualität eines Songs (txt)

Beitragvon merc » 23.04.2011, 18:04

brunzel hat geschrieben:
merc hat geschrieben:Macht es vielleicht Sinn noch Goldene Noten in die Bewertung mit einfließen zu lassen? Es gibt zwar auch schlecht Songs zwischen 30% und 40% mit Goldenen Noten, aber wenn ein Song gar keine Goldenen Noten hat sollte das meiner Meinung nach auch Abzüge geben.

Das ist ein guter Vorschlag. Vielleicht wäre ein bestimmter Anteil goldener Noten als Kriterium nicht schlecht. Hierzu müsste man sich erst einigen, welcher Wert gut ist. Denn: Keine goldenen Noten ist eher langweilig aber zu viele davon wären auch nicht gut. Irgendwo muss ein akzeptabler Bereich sein.

Ja, geb ich dir recht. Tue mich gerade aber etwas schwer das in Prozent zu fassen. Bin vielleicht auch etwas zu faul die Noten zu "zählen" ;-)
Vielleicht sollte man sich da einfach etwas an den SC Songs orientieren. Vielleicht kannst du dir ja in 5min ne Anzeige programmieren wieviel Prozent an Goldenen Noten der Aktuelle Song enthält.
Dann schaut man halt mal über nen paar gute Songs drüber und guckt was die im Schnitt so haben.

Rein geschätzt würde ich jetzt denken so alles größer 0% bis 3% ist gut. 5% ist vermutlich schon recht viel... aber wie gesagt... alles nur geschätzt. Vielleicht liege ich da jetzt auch ganz daneben :D
Ist halt ja auch immer etwas Geschmackssache des Songerstellers
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Re: Indikatoren für die Qualität eines Songs (txt)

Beitragvon brunzel » 23.04.2011, 18:34

merc hat geschrieben:Vielleicht kannst du dir ja in 5min ne Anzeige programmieren wieviel Prozent an Goldenen Noten der Aktuelle Song enthält.
Dann schaut man halt mal über nen paar gute Songs drüber und guckt was die im Schnitt so haben.

Rein geschätzt würde ich jetzt denken so alles größer 0% bis 3% ist gut. 5% ist vermutlich schon recht viel...

Kein Problem: https://rapidshare.com/files/458824319/UltraStar_r9.20_test_2.rar (siehe csv-Datei).

Deine Einschätzung mit den 0..3% ist gut. Bei mir ist der Wert bei "guten" Songs bei ca. 3%. Es gibt aber einige Ausreißer. Vielleicht könnte ja ein Songersteller hier etwas zu sagen.
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Re: Indikatoren für die Qualität eines Songs (txt)

Beitragvon Dj-Harem » 23.04.2011, 19:14

Wow Brunzel,

was zauberst du da schon wieder schönes :-)
Vorgestern haben wir zu 9t mal den Party Challenge-Modus gespielt mit 72 Runden, hat echt gefetzt.
Aber da ich z.B. sehr viele Leider habe aber leider kaum noch Highscores, wäre es für mich wiederum ein wenig weniger aussagekrätig wenn "SCO" immer mit reinzählt.
Zudem wenn ich ein Lied teste, mach ich das meist nur bis zur Hälfte, wenn es is dahin gut war, ist zu 99% der Rest auch gut und anderst herum auch.
Das bringt natürlich den Effekt mit sich, das ein Teil der Lieder die getestet wurden, aber noch nicht richtig gesungen (bin selber auch eher nicht der Hit-Künstler :D ) einen "wirren" Highscore haben.
Würde es theoretisch auch gehn, das dann noch als optional reinzubauen?

Ansonsten weiter so!
War wegen dir vorgestern wieder ein geiler Abend bzw. Nacht für uns (für die Nachbarn eher weniger)

Gruß Dj-Harem
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Re: Indikatoren für die Qualität eines Songs (txt)

Beitragvon brunzel » 23.04.2011, 19:25

Dj-Harem hat geschrieben:Vorgestern haben wir zu 9t mal den Classic Modus gespielt mit 72 Runden, hat echt gefetzt.

Ui - hätte nicht gedacht, dass das mal jemand durchzieht. Respekt!

Dj-Harem hat geschrieben:Aber da ich z.B. sehr viele Leider habe aber leider kaum noch Highscores, wäre es für mich wiederum ein wenig weniger aussagekrätig wenn "SCO" immer mit reinzählt.

Zählt derzeit auch nur zu 20% in der Endwertung. Aber ich dachte auch schon über per config.ini anpassbare Gewichtungen nach. Dann kann jeder selbst entscheiden, was wie stark mit einfließt.

Dj-Harem hat geschrieben:Zudem wenn ich ein Lied teste, mach ich das meist nur bis zur Hälfte, wenn es is dahin gut war, ist zu 99% der Rest auch gut und anderst herum auch.

Ich teste immer erst das Ende. Die Songersteller tasten sich von Vorn nach Hinten heran. Und manche werden gegen Ende ungeduldig und nehmen es nicht mehr ganz genau.
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Re: Indikatoren für die Qualität eines Songs (txt)

Beitragvon merc » 23.04.2011, 20:07

brunzel hat geschrieben:Deine Einschätzung mit den 0..3% ist gut. Bei mir ist der Wert bei "guten" Songs bei ca. 3%. Es gibt aber einige Ausreißer. Vielleicht könnte ja ein Songersteller hier etwas zu sagen.


Hab jetzt mal drübergeschaut und würde als NICHT Songersteller ;-) grob folgende Wertung vorschlagen:
Anteil Goldene Noten = Wertung (alles in Prozent)
Code: Alles auswählen
      0 = 0
 0 > 0,5 = 75
 0,5 > 7 = 100
 7 > 15 = 75
15 > 25 = 50
25 > 40 = 25
   > 40 = 0


hoffe da werdet ihr jetzt schlau daraus wie ich das meine :D
die 7% Grenze könnte man vielleicht so gar etwas lockern und auf 8 oder 9 % Prozent verschieben. Würde dann aber auch etwas dem widersprechen was solino mal geschrieben hat:
viewtopic.php?f=12&t=7549&p=55636
ist halt echt einfach Geschmackssache und nen paar Ausreißer wirds immer geben wo einfach kein Schema passt. Gerade bei sehr kurzen Songs wie Themes ist das eher problematisch
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Re: Indikatoren für die Qualität eines Songs (txt)

Beitragvon brunzel » 23.04.2011, 20:11

Vielleicht ändere ich erstmal die Berechnung. Derzeit werden stumpf nur die Anzahl der Noten berücksichtigt. Vielleicht berücksichtige ich in Zukunft auch die Länge der Noten mit.
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Re: Indikatoren für die Qualität eines Songs (txt)

Beitragvon jackroke » 23.04.2011, 20:23

Hmm, und wenn man dann einfach die Anzahl Goldener Noten bewertet anstatt den Anteil? edit: ok, das hast du jetzt ja grad selbst gesagt :wink:
Also 10-30 als perfekt und der Rest eben etwas abgestuft.

Ich persönlich setze die 10-15, aber setze manchmal auch Passagen von mehreren Noten hintereinander als Goldene Noten, wobei die Passagen dann wiederum als eine Goldene Note von mir gezählt werden. Daher dann den Bereich bis auf 30 vergrößern.
Aber das würde ich nicht übermäßig in die Bewertung einfließen lassen.

Die Medley-Tags könnte man auch noch mit berücksichtigen lassen um zu kurze oder zu lange Medleypassagen zu erkennen, is aber auch ein ziemlich individueller Wert und der Wunschwert von zB 25 Sekunden sollte dann in der config.ini anpassbar sein.

Ansonsten wieder geniales Feature. Top :)
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Re: Indikatoren für die Qualität eines Songs (txt)

Beitragvon bohning » 23.04.2011, 23:43

brunzel hat geschrieben:Beim Aufräumen meiner Song-Sammlung ist mir aufgefallen, dass es gewisse (berechenbare) Kriterien für schlecht gemachte TXTs gibt.
Und weil ich wie immer nichts manuell machen möchte, habe ich das doch gleich ins Programm einfließen lassen.

...

Ich würde mich über Feedback freuen :>

Cool, dass sich in Richtung Qualitätsmanagement in UltraStar was tut! Bisher dachte ich da aussschließlich an ein manuelles Bewertungssystem (wie in jedem mittelprächtigen Mediaplayer, 0..5 Sterne), allerdings ist das dann ziemlich subjektiv, wird dann leicht mit dem Musikgeschmack verwechselt und wäre natürlich auch Einiges an Arbeit.

Das von Dir vorgeschlagene System der automatischen Bewertung gefällt mir auf den ersten Blick ganz gut. Allerdings ist das ganze auf den zweiten Blick dann vielleicht doch nicht so ganz einfach:

zu STX: wenn ich das richtig verstanden habe, wird ein Syntaxfehler also genauso scharf "bestraft" wie hunderte von Syntaxfehlern in einem Lied? Auch wenn ein guter Songersteller das Lied zum Schluss noch mal per error.log auf Fehlerfreiheit überprüfen sollte, so ist eine einzige Notenüberlappung oder verfrühter Zeilenwechsel, im Gegensatz zu hunderten von Notenüberlappungen und verfrühten Zeilenwechseln, zu verschmerzen. M.E. sollte die Anzahl der Fehler N bspw. nach STX = (100 - k*N) oder STX = (100 - N/(#Zeilen)) oder gar STX = (100 - N/(#Noten)) eingehen. Da fällt ein einzelner Fehler nichts ins Gewicht, ne Menge Fehler aber schon.

zu BPM: aufgrund der Gewichtung (3x) ließe sich das Bewertungssystem ziemlich leicht "austricksen". Jeder sehr schlecht umgesetzte Song mit niedriger BPM könnte einfach per Shift-M auf den "richtigen" Bereich gebracht werden - leider ohne dass dadurch die Umsetzung auch nur ein kleines bisschen besser würde.

In diesem Zusammenhang stelle ich mir die Frage, wie derart niedrige BPM zustande kommen. Die SingStar-Lieder haben meiner Erinnerung nach eher niedrige BPMs, wenn die nicht manuell nachbearbeitet wurden, so müssten diese durch die hohe Gewichtung relativ schlecht bewertet werden, oder? Und wie kommt man beim Songerstellen zu seiner BPM? Was "verleitet" einen dazu, ne BPM von 50 zu nehmen? Falsche Einschätzung? Falsche Tools? Unkenntnis? Der UltraStar Creator sorgt automatisch dafür, das solch niedrige BPM (< 300) nicht verwendet werden können (nur manuell auf expliziten Wunsch). Kommen solchen niedriegen BPMs direkt aus (schlecht umgesetzten) MIDIs?

zu NGP: mit dem Songparser von Blindguard lassen sich alle Noten kollektiv um n Beats verkürzen - man könnte also einen schlechten Song einfach durch den Parser jagen, alle Noten um 1 Beat kürzen, ohne die Umsetzung dadurch wirklich zu verbessern, hätte aber dieses Merkmal ebenfalls "ausgetrickst". Wird denn hier auch die Anzahl der aneinanderklebenden Noten berücksichtigt? In manchen Liedern kommt das ja mal vor (nicht schlimm), in manchen ist das eher die Regel als die Ausnahme (sehr schlimm).

Auch hier stelle ich mir die Frage: wie kommen aneinanderhängende Noten überhaupt zustande? Oft kommen diese ja dann im ganzen Lied vielfach (bzw. fast ausschließlich vor) - tappen lässt sich das bei normaler BPM (300 < BPM < 400) jedenfalls nicht aneinanderhängend, dafür ist die Reaktionszeit bzw. die Klickzeit zu lange. Kommen die also auch wieder von (schlecht umgesetzten) MIDIs?

zu NJP: siehe NGP (durch Kürzung der Noten um 1 Beat fällt dieses Kriterium dann ganz raus, richtig?)

zu SCO: bei großen Songsammlungen sind vermutlich 60-90% der Lieder noch nie gesungen worden (ich gehe da mal von mir aus), so dass das Kriterium in vielen Fällen leider nicht greift. Das halte allerdings für eins der besten Kriterien, solange die höchste Highscore eine gewisse statistische Grundlage hat. Soll heißen: das Lied sollte mindestens einmal von jemandem vollständig gesungen worden sein, der "ganz gut" singen bzw. Töne treffen kann.

zu GNT (Golden Notes): Das ist 'ne schwierige Sache. Goldene Noten müssen mit viel Sorgfalt an den "richtigen" Stellen gesetzt werden. Nur weil die "perfekten" 3% (oder was auch immer) an Goldenen Noten vorhanden sind, heißt das leider in keinem Fall, dass sie halbwegs "sinnvoll" eingesetzt wurden. Man kann jedem Song völlig wahllos 3% Goldene Noten versetzen, ohne die Umsetzung dadurch wirklich aufzuwerten. Nur weil Goldene Noten fehlen, ist das (für mich persönlich) zumindest kein entscheidenes Qualitätsmerkmal. Klar sind sie ganz nett, um nicht zu sagen "nice to have", aber wenn das Lied ansonsten perfekt umgesetzt ist, ist das nicht wirklich ein Manko. Daher würde ich das wenn überhaupt mit geringer Gewichtung behaften.

Ich sehe es jetzt mal absichtlich negativ (und mir ist klar, dass es nicht darum geht, das Bewertungssystem "auszutricken", es möchte sich ja keiner selbst bescheißen), um ein bisschen die Diskussion anzuregen und am Ende dabei zu helfen, möglichst sinnvolle Kriterien zu finden. Also bitte nicht falsch verstehen - ich halte das prinzipiell für 'ne super Sache und wollte das einfach mal nur von der anderen Seite beleuchten ;-) Letztlich geht es ja darum, eine "Tendenz", ein "Schema" zu finden, das bis auf Ausnahmen relativ verlässlich funktioniert. Ein perfekt umgesetzter Song ohne Goldene Noten ist dann halt nicht bei 100%, aber bei 90%, ein schlecht umgesetzter Song mit dem richtigen Anteil an Goldenen Noten trotzdem nur bei 40%. Miserable Songs versagen halt bei allen "features", gute Songs bei dem einen oder anderen, perfekte Songs bei keinem.

Als Perfektionist und Songsammler sehe ich mit so einem System also den Ehrgeiz, möglichst viele meiner Songs mit einer hohen Wertung zu verpassen. So könnte ich mir alle Songs mit BPM < 200 raussuchen und die dann entsprechen vervielfachen, alle Songs mit aneinanderklebenden Noten durch den SongParser schicken und die Noten um 1 Beat kürzen und dann alle Songs mit keinen Goldenen Noten wahllos 3% Goldene Noten verpassen (bzw. bei Songs mit zu vielen/zu wenigen Goldenen Noten entsprechend mehr hinzufügen bzw. in normale Noten verwandeln) und schwups hätte ich vermeintlich meine ganze Musiksammlung aufgewertet - in der Tat hab ich aber einfach nur das System "überlistet".

In diesem Zusammenhang fallen mir aber noch ein paar nützliche Funktionen für den Editor ein (alle folgenden Funktion auf einmal per Tastendruck), um ein Lied "zu standardisieren":
  • BPM vervielfachen, um dann im Bereich 200 < BPM < 1000 o.ä. zu landen
  • alle Tonhöhen oktavenweise gen 0 verschieben, damit sie im Mittel um 0 liegen (oft sieht man ja noch Lieder, die Tonhöhen jenseits der 50 haben)
  • GAP und alle Beatwerte so anpassen, dass die erste Silbe/Note auf Beat 0 liegt (so wie der UltraStar Manager)
  • TAG Reihenfolge an eine sinnvolle, standardisierte Reihenfolge anpassen

Dann ließen sich zwei unterschiedliche Umsetzungen ein und desselben Lieds auf einen Blick wesentlich besser vergleichen (zumindest im Diff), um die "bessere/richtigere" Umsetzung schnell herauszufiltern.

Im Zuge des Qualitätsmanagements wäre es auch super, wenn man im Editor den (inoffiziellen?) #COMMENT-Tag bearbeiten könnte - dann könnte man gleich beim Editieren notieren, was an diesem Song (noch) nicht stimmt bzw. noch gemacht werden muss.

So, ohne es tatsächlich schon getestet zu haben war das mein Feedback zum Ostersonntag (der ist ja gleich). Es ist ausschließlich als konstruktives Feedback gemeint :-)

Wie immer - tausend dank an Dich, brunzel, dass Du Dir immer solche tollen Ideen einfallen lässt und es dann auch so blitzschnell und professionell umsetzt! Man kann immer wieder nur staunen :eek:

In diesem Sinne: schöne Ostern!
Zuletzt geändert von bohning am 24.04.2011, 09:24, insgesamt 3-mal geändert.
Bild UltraStar Creator 1.2.0 [ Topic@ultra-star.de | Project@SourceForge.net ]
Bild UltraStar Manager 1.8.3 [ Topic@ultra-star.de | Project@SourceForge.net ]
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Re: Indikatoren für die Qualität eines Songs (txt)

Beitragvon merc » 24.04.2011, 01:28

bohning hat geschrieben:Als Perfektionist und Songsammler sehe ich mit so einem System also den Ergeiz, möglichst viele meiner Songs mit einer hohen Wertung zu verpassen. So könnte ich mir alle Songs mit BPM < 200 raussuchen und die dann entsprechen vervielfachen, alle Songs mit aneinanderklebenden Noten durch den SongParser schicken und die Noten um 1 Beat kürzen und dann alle Songs mit keinen Goldenen Noten wahllos 3% Goldene Noten verpassen (bzw. bei Songs mit zu vielen/zu wenigen Goldenen Noten entsprechend mehr hinzufügen bzw. in normale Noten verwandeln) und schwups hätte ich vermeintlich meine ganze Musiksammlung aufgewertet - in der Tat hab ich aber einfach nur das System "überlistet".

Also ich geb dir auf jeden Fall in den meisten Punkten die du angeführt hast recht. Wenn man will kann man das System recht einfach mit wenigen Schritten austricksen. Aber in diesem Absatz hab ich einfach ne andere Sichtweise. Ich würde mich hier jetzt auch mal zu den Jägern und Sammlern zählen ;) auch wenn das in letzter Zeit etwas nachgelassen hat. Aber was habe ich denn davon das Bewertungssystem auszutricksen? Sicherlich möchte ich auch möglichst alle Songs perfekt haben, aber ich weiß doch das sie durch deine beschriebenen Maßnahmen nicht besser werden, sondern das System eben ausgetrickst wird. Also werde ich diese Schritte aus Sicht des Sammlers schonmal nicht anwenden.
Aus Sicht des Songerstellers könnte man jetzt sagen.. Klar ich will nen Song erstellen der 100% hat. Ich guck wie das Bewertungssystem funktioniert und passe meinen Songs entsprechend an bzw. trickse das System aus.
Es wird sicherlich ein paar Leute geben die das so machen werden. Ich denke aber auch das es wiederum andere gibt die Sich dann vielleicht mehr Gedanken darum machen WARUM sie keine 100% haben und sich im Optimalfall mit der Materie mal richtig auseinandersetzen und dann den Song auch wirklich verbessern.
Klar wird es nicht so sein das es dann nur noch super Songs gibt, aber ich finde es macht es in der Tat wirklich einfacher schlechte Songs schneller und besser auszusortieren.

bohning hat geschrieben:So, ohne es tatsächlich schon getestet zu haben war das mein Feedback zum Ostersonntag (der ist ja gleich). Es ist ausschließlich als konstruktives Feedback gemeint :-)

Vielleicht solltest du es wirklich einfach mal ausprobieren. Wie gesagt, bei mir funktioniert es in der Tat schon recht gut. Und selbst wenn man damit von den vielleicht 10% schlechten Songs welche man in der Sammlung hat auch nur 2-3% aussortieren kann, dann hat es meiner Meinung nach ja schon was gebracht.

Ansonsten wünsche ich allen noch ne Gute Nacht und ein schönes Osterfest :)
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Re: Indikatoren für die Qualität eines Songs (txt)

Beitragvon brunzel » 24.04.2011, 01:46

bohning, ich kann mich merc nur anschließen. Man wird dem "Schummeln" wohl nur entgegenwirken können, wenn die User die Kriterien individuell anpassen können. Mal schauen, was man da machen kann...

Bin jetzt (mal wieder) zu besoffen, um mehr zu schreiben. Frohe Ostern! :>
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Re: Indikatoren für die Qualität eines Songs (txt)

Beitragvon jackroke » 24.04.2011, 09:53

bohning hat geschrieben:So könnte ich mir alle Songs mit BPM < 200 raussuchen und die dann entsprechen vervielfachen, alle Songs mit aneinanderklebenden Noten durch den SongParser schicken und die Noten um 1 Beat kürzen und dann alle Songs mit keinen Goldenen Noten wahllos 3% Goldene Noten verpassen (bzw. bei Songs mit zu vielen/zu wenigen Goldenen Noten entsprechend mehr hinzufügen bzw. in normale Noten verwandeln) und schwups hätte ich vermeintlich meine ganze Musiksammlung aufgewertet - in der Tat hab ich aber einfach nur das System "überlistet".


Eben da würde ich nicht zustimmen, der Song wurde durch diese Maßnahmen doch verbessert. So fängt man ja auch selber an wenn man einen Song überarbeitet.

Den Kriterien NGP und NJP reicht es vermutlich nicht nur das die Noten einen Abstand von 1 haben, sondern auch etwas mehr, besonders NJP, der die großen Tonsprünge bewertet. Also eine alleinige Verkürzung der Noten um 1 würde nicht reichen eine 100% Bewertung zu erhalten.

Wenn man jetzt noch weiter denkt und dem "Trickser" unterstellt das er mehr als nur um 1 kürzt, könnte man prüfen ob alle oder überwiegend viele Notenabstände gleich sind oder auf einmal alle Noten nur die Länge 1 haben und das entsprechend schlecht bewerten.
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Re: Indikatoren für die Qualität eines Songs (txt)

Beitragvon brunzel » 24.04.2011, 10:45

bohning hat geschrieben:zu STX: ... Da fällt ein einzelner Fehler nichts ins Gewicht, ne Menge Fehler aber schon.

Nein da bin ich sehr streng. Syntaxfehler dürfen einfach nicht sein. Denn dann hat man offensichtlich etwas falsch gemacht.
Ich bin halt Programmierer. Mein Compiler verzeiht mir auch keine Syntaxfehler.

bohning hat geschrieben:zu BPM: aufgrund der Gewichtung (3x) ließe sich das Bewertungssystem ziemlich leicht "austricksen". Jeder sehr schlecht umgesetzte Song mit niedriger BPM könnte einfach per Shift-M auf den "richtigen" Bereich gebracht werden - leider ohne dass dadurch die Umsetzung auch nur ein kleines bisschen besser würde.

Da hast du recht. Es ist halt derzeit ein guter Indikator. Später wird man es wohl herabsetzen müssen.

bohning hat geschrieben:In diesem Zusammenhang stelle ich mir die Frage, wie derart niedrige BPM zustande kommen. ... Kommen solchen niedriegen BPMs direkt aus (schlecht umgesetzten) MIDIs?

Das ist auch meine Vermutung.

bohning hat geschrieben:zu NGP: mit dem Songparser von Blindguard lassen sich alle Noten kollektiv um n Beats verkürzen - man könnte also einen schlechten Song einfach durch den Parser jagen, alle Noten um 1 Beat kürzen, ohne die Umsetzung dadurch wirklich zu verbessern, hätte aber dieses Merkmal ebenfalls "ausgetrickst".

Das könnte wirklich zum Problem werden. Wie weiter unten schon erwähnt, könnte man ja prüfen, wie oft ein Gap von 1 oder 2 auftritt.

bohning hat geschrieben:Wird denn hier auch die Anzahl der aneinanderklebenden Noten berücksichtigt? In manchen Liedern kommt das ja mal vor (nicht schlimm), in manchen ist das eher die Regel als die Ausnahme (sehr schlimm).

Das ist eine interessante Anmerkung. Ich nehme das mal mit auf.

bohning hat geschrieben:Auch hier stelle ich mir die Frage: wie kommen aneinanderhängende Noten überhaupt zustande? ... Kommen die also auch wieder von (schlecht umgesetzten) MIDIs?

Auch meine Vermutung.

bohning hat geschrieben:zu NJP: siehe NGP (durch Kürzung der Noten um 1 Beat fällt dieses Kriterium dann ganz raus, richtig?)

Ja, ich werde demnächst mal die Zeit und nicht die Beats als Kriterium nehmen.

bohning hat geschrieben:zu GNT (Golden Notes): ...Nur weil die "perfekten" 3% (oder was auch immer) an Goldenen Noten vorhanden sind, heißt das leider in keinem Fall, dass sie halbwegs "sinnvoll" eingesetzt wurden. ...Daher würde ich das wenn überhaupt mit geringer Gewichtung behaften.

Ja, deshalb ist es noch nicht drin. Vielleicht wird es später nur so angezeigt, ohne in die Bewertung mit ein zu fließen.

bohning hat geschrieben:In diesem Zusammenhang fallen mir aber noch ein paar nützliche Funktionen für den Editor ein (alle folgenden Funktion auf einmal per Tastendruck), um ein Lied "zu standardisieren":
  • BPM vervielfachen, um dann im Bereich 200 < BPM < 1000 o.ä. zu landen
  • alle Tonhöhen oktavenweise gen 0 verschieben, damit sie im Mittel um 0 liegen (oft sieht man ja noch Lieder, die Tonhöhen jenseits der 50 haben)
  • GAP und alle Beatwerte so anpassen, dass die erste Silbe/Note auf Beat 0 liegt (so wie der UltraStar Manager)
  • TAG Reihenfolge an eine sinnvolle, standardisierte Reihenfolge anpassen

Wäre natürlich alles machbar. Nur gerade beim BPM würde ich es schon dem Songersteller überlassen. Er muss es nämlich bewusst setzen! Weil wie weiter oben schon erwähnt, bringt ein reines vervielfachen gar nichts wenn man nicht gleich auch einige Notentimings gleich mit anpasst.

Eine standardisierte TAG Reihenfolge gibt es nicht. Da macht halt jedes Programm, was es will. Allein zwischen USDX 1.0.1, 1.1 und der CMD Version gibt es Unterschiede. Die "offizielle" - Ultrastar Version wird sich sicher nicht beugen. Und dann gibt es noch einige Tools wie den Ultrastar Manager... Man müsste alle Programme auf einen Nenner bringen. Und das wird wohl ziemlich unmöglich.


bohning hat geschrieben:Im Zuge des Qualitätsmanagements wäre es auch super, wenn man im Editor den (inoffiziellen?) #COMMENT-Tag bearbeiten könnte - dann könnte man gleich beim Editieren notieren, was an diesem Song (noch) nicht stimmt bzw. noch gemacht werden muss.

Das wurde schon öfter erwähnt. Mal schauen...

merc hat geschrieben:Ich denke aber auch das es wiederum andere gibt die Sich dann vielleicht mehr Gedanken darum machen WARUM sie keine 100% haben und sich im Optimalfall mit der Materie mal richtig auseinandersetzen und dann den Song auch wirklich verbessern.

Genau das soll damit erreicht werden. Ich habe nämlich bisher das Gefühl, dass manche einfach nur die Midi laden und den Text hinzufügen und sonst nichts weiter tun. Aber das reicht einfach nicht. Solche Lieder sind dann in der Regel kaum singbar.

Also für bisherige Songs passt die Bewertung relativ gut. Wie es später mal aussehen wird, muss man halt abwarten. Wie gesagt - man kann dann immer noch darauf reagieren und das Bewertungssystem jederzeit erweitern.
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brunzel
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